Papa-Wissen von A bis Z

Die besten Bücher für (werdende) Väter

Dezember 1, 2018

Das Internet weiss alles. Und manchmal mehr, als man eigentlich wissen wollte. Bisweilen braucht es aber nicht viele Antworten aus fragwürdigen Quellen, sondern diese eine, der man glauben schenken kann. Was dann wirklich hilft: ein Buch! Aber welches? Unsere Top 6-Leseliste hilft beim Orientieren.

 

 

Schmunzel-Lektüre zum Einstieg

Paulus Vennebusch zählt seit 1994 zu den erfolgreichsten TV- und Comedy-Autoren im deutschsprachigen Raum. Diese Tatsache hilft bei der Einordnung seines Werkes Papa für Einsteiger. Darin verrät der Autor Tipps, um sich in der neuen Rolle zurecht zu finden – die humorvolle Sichtweise kommt hierbei natürlich nicht zu kurz. Auf der bescheidenen Anzahl von 48 Seiten, gibt Vennebusch kleine Einsichten, wie Mann sich als Vater fühlen wird und verhalten kann. Ein Werk, wie gemacht zum Einstieg in die neue Lebensphase – das aber gerne auch, wenn das Kind erstmal da ist, nochmal von vorne gelesen werden darf …  

“Papa für Einsteiger”, von Paulus Vennebusch erschienen bei arsEdition (2017)

Das Standardwerk vom Kinderarzt

Wer der Schwarmintelligenz vertraut, kauft dieses Buch – denn das führt seit Jahren die heimische Longlist an. Stimmt der Hype? Er stimmt! Autor Remo H. Largo, seines Zeichens Kinderarzt, weiss, wovon er spricht. Deshalb erklärt er Eltern, was die ersten vier Jahre mit dem Nachwuchs mit sich bringen: 500 Seiten sind mit wirklich wichtigen Informationen, praktischen Hinweisen und wissenswerten Hintergrundinformationen gespickt – und das alles praktisch gestaffelt nach Altersstufen. So wird dieses Buch zum treuen Begleiter, während der Säugling zum Kleinkind heranwächst. Wer dann die ersten vier Jahre mit Baby hinter sich gebracht hat, darf das Buch zur Seite legen – und weiterlesen in Kinderjahre, dem zweiten Standardwerk von Remo H. Largo.

Babyjahre von Remo H. Largo, erschienen bei Piper (Neuauflage 2017)

Ein How-to für alle Babylagen

Die Pragmatiker unter den Papas werden dieses Buch lieben. Auch wenn der trockene Titel natürlich mit Augenzwinkern zu verstehen ist: Baby – Betriebsanleitung: Inbetriebnahme, Wartung und Instandhaltung will klare Antworten auf viele Fragen geben. Und das funktioniert. Was war Pucken nochmal? Und wie geht das mit dem Bäucherchen machen? Hier steht es. Und wer denkt: “einmal gelesen für immer verstanden”, hat vergessen, dass schlaflose Nächte dem Erinnerungsvermögen nicht unbedingt gut tun. Daher steht fest: Dieses Handbuch, wird zu Papas Dauerbrenner. 

Baby – Betriebsanleitung: Inbetriebnahme, Wartung und Instandhaltung, von Joe Borgenicht und Dr. Louis Borgenicht erschienen bei Mosaik bei Goldmann (6. Auflage, 2005)

Das Buch fürs Bauchgefühl

Wer das eigene Kind bedürfnisorientiert in der Entwicklung unterstützen möchte, dem sei Mein kompetentes Baby: Wie Kinder zeigen, was sie brauchen ans Herz gelegt. Dank leicht verständlicher Sprache lässt es sich in zwei Tagen “weglesen”. Am Ende versteht Mann nicht nur besser, was der Nachwuchs kann und will, sondern wird zu einem kompetenteren und selbstsicheren “Sparring-Partner” für die Mutter in Momenten der Sorge oder Unsicherheit, ob der richtigen Entscheidung.

Mein kompetentes Baby: Wie Kinder zeigen, was sie brauchen von Nora Imlau, erschienen im Kösel-Verlag (2005)

Anekdoten für Chaoten

Perfektionisten und angehende Helikopter-Eltern lassen dieses Buch links liegen und wählen stattdessen eine Checkliste mit der (theoretisch) nichts schiefgehen kann. Wer sich stattdessen schon mal aufs Schiefgehen einstellen möchte, greift zur Lektüre von Matt Coyne. Der durch seinen Blog Man vs Baby bekannt gewordene britische Autor erzählt “die dreckige Wahrheit”  und dabei ist nicht Rede vom Windelwechseln, sondern all den Dingen, die selbst die besten Freunde mit Babies lieber verschweigen.

Schief gewickelt: Papa werden ohne Plan von Matt Coyne, erschienen 2018 im Suhrkamp Verlag

Ideen für den Daddy Cool

Es gibt das Pflichtprogramm: Das heisst unter anderem Brei machen und Nachtdienst schieben. Und es gibt die Kür: Die Zeit mit dem eigenen Kind, die man selbst gestalten kann. Jene Zeit, in der man Bindung aufbaut, festigt und unvergessliche Erlebnisse schafft. Genau dafür liefert 100 Dinge, die Papa einmal im Leben getan haben sollte: 100 kreative Ideen den Input. Statt Ratschlägen gibt es auf 96 Seiten eine “Bucket-List” für Väter. Die Tipps sind so simpel, dass man sich bei der Lektüre fragt: Brauche ich dafür wirklich ein Buch? Ja! Denn manchmal verliert Papa bei all den Pflichten aus dem Blick, dass die schönen Dinge oft kleine Gesten und einfache Ideen sind. Schon mal eine Zeitkapsel gebaut? Eben! 

100 Dinge, die Papa einmal im Leben getan haben sollte: 100 kreative Ideen vom Groh Redaktionsteam, erschienen im Groh Verlag (2018)